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Albino (* 17. Dezember 1974 in Lübeck;[1] bürgerlich Matthias Albrecht) ist ein deutscher Rapper, der neben seiner Musikkarriere auch als Aktivist der Tierrechtsbewegung in Erscheinung tritt. Bislang veröffentlichte er vier Solo- und drei Kollaborationsalben. Seit Mitte der 2000er erreichte sein musikalisches Wirken zunehmend die Aufmerksamkeit szeneinterner Medien.

Albino

Name: Matthias Albrecht
Geburtsjahr: 17.12.1974
Wohnort: Lübeck
Rappt seit: 1996

Musik Bearbeiten

Karriere Bearbeiten

1996 nahm er mit Lübeck, das den Brand eines Asylbewerberheims thematisiert, sein erstes Lied in den Heidelberger Piemont Studios auf.[2] 1998 veröffentlichte er mit der EP Lyrischer Widerstand seine erste CD, sein Debütalbum „Vertuscht & Verschleiert“ erschien 2000. Bis zum heutigen Tage sind fünf Soloalben, drei Kollaboalben sowie drei EPs und eine Vinyl Maxi erschienen. Musikalisch ist er für seine Vorliebe für klassische und häufig melancholische Samples bekannt. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen unter anderem Advanced Chemistry und IAM. Im Mai 2012 erschien seine CD Natura Libera.[3] Aktuell arbeitet er an seinem neuen Soloalbum Anderland, welches am 4. Oktober 2013 erscheinen wird.[4]

Stil Bearbeiten

Stilistisch sind die Texte Albinos dem Conscious Rap zuzuordnen. Albino beschreibt seine Musik als authentisch und progressiv. Während seine Texte anfangs hauptsächlich politisch beeinflusst waren, wurden in ihnen später auch persönliche Einflüsse verarbeitet. Außerdem nimmt er in seinen Texten oftmals Bezug zu Rudi Dutschke.[1]

In den Songtexten geht es oft um Tierrechte (Ohne RechteKein FriedenUnbegreifbarJetzt ist genug), aber auch sozialkritische und ökologische Themen werden wiederholt behandelt (Tatort BonnSelbstmordDeshalbWintertraum). Selbstreflexion ist ebenfalls in vielen Stücken Gegenstand (Gutes Gefühl?An alleVogelfreiDie Ruhe vor dem Sturm).

Engagement für Tierrechte Bearbeiten

Albino ist seit 1993 Vegetarier und seit 1999 Veganer.[5] 1999 schrieb er mit Ohne Rechte erstmals ein Stück, das sich mit Tierrechten befasst. 2000 begann sein Engagement in der Tierrechtsszene. So war er Gründungsmitglied der mittlerweile aufgelösten „TiBIK“ (Tierbefreiungsinitiative Kiel), einer in Kiel ansässigen Tierrechtsgruppe, die Kontakte zu Organisationen wie der Tierrechts-Aktion-Nord, Die Tierbefreier u.a. hatte. Er unterstützt auch oft Tierrechts-Demonstrationen musikalisch.[5] Medial trat Albino im Kontext der Diskussion um das Mensch-Tier Verhältnis in der Arte Sendung Tracks im Jahr 2006 in Erscheinung[6] und wurde aktuell im Titelthema des Stern (04/2011) benannt und zitiert.[7]

Diskografie Bearbeiten

Alben
  • 2000: Vertuscht & Verschleiert
  • 2002: Vogelfrei
  • 2006: Überlebenstraining
  • 2012: Natura Libera
  • 2013: Anderland
Kollaboalben
  • 2003: § 129 (mit Madcap, nur als Maxi CD)[8]
  • 2005: Echolot (mit Nesti unter dem Namen Syndikat)
  • 2008: 88 Is Great (mit Madcap unter dem Namen Plan 88)
  • 2010: Im Augenblick (mit Callya)
EPs
  • 1998: Lyrischer Widerstand
  • 2005: Kein Frieden
  • 2010: Gehversuche (Online-EP)[9]
Singles
  • 1999 Heartcore
  • 2011 Der Wind weht / Rebelshit (Online Single mit Callya)[10]

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