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SDiddy (* 14. Januar 1981 in Köln; bürgerlich Stefan Duschl), früher auch SD, ist ein deutscher Rapper. Bekannt ist SDiddy vor allem aus seiner Zeit bei dem von Kool Savas gegründeten Label Optik Records und bei Eko Freshs Label German Dream.

Karriere Bearbeiten

Frühe Jahre Bearbeiten

SDiddy wurde in Köln geboren und wuchs dort auch auf. In seiner Jugend spielte er diverse Instrumente und hörte hauptsächlich Hip Hop aus den Vereinigten Staaten. Mit dem Rappen begann er im Alter von 14 Jahren: Im Jahr 1995 brachte ihm ein Freund in den Sommerferien der Schule ein Album eines deutschen Rappers (dessen Name SDiddy nicht nannte) mit, welches er nach eigenen Angaben nach zwei Wochen auswendig konnte. Anschließend begann er zu freestylen. Später gründete er, gemeinsam mit DJ Amir, MC Spontan, Rano und Laas Unltd. die Gruppe Stammtisch. Doch außer einem Tape, dass sich Beats aus der Bude und einem Mixtape, produziert von DJ Amir im Jahr 1998, welches sich ebenfalls Stammtisch nannte und auf dem SDiddy vertreten war, veröffentlichte die Formation kein Album. Die Gruppe trennte sich kurze Zeit darauf.

Optik Records und Beef Bearbeiten

Aufgrund seines komplexen und kreativen Reimstils wurde Kool Savas auf ihn und MC Spontan aufmerksam und nahm beide bei seinem Label Optik Records unter Vertrag. Dort veröffentlichte er dann 2003 seine EP Wie es geht. 2004 folgte seine nächste EP, die sich diesmal Dirrrty nannte und auf der Kool Savas auf dem Lied Tat Tag vertreten ist. Aufgrund interner Streitigkeiten trennte sich SDiddy jedoch nach Veröffentlichung seiner zweiten EP von Optik Records. Zusammen mit Eko Fresh und Summer Cem, welche Optik Records ebenfalls verließen, veröffentlichte SDiddy das Lied Die Bestrafung,

auf dem alle Interpreten Kool Savas vorwerfen, hinterhältig zu sein. 

Nachdem auf Kool Savas seinem Video zu dem Eko-Fresh-Diss Das Urteil das Albumcover von SDiddys EP Dirrrty zerrissen wurde, disste er Kool Savas auf dem Lied Die Lastschrift. Außerdem hatte er zwischenzeitlich auch Beef mit Raptile. Später heuerte er, zusammen mit MC Spontan, der Optik Records etwas später als SDiddy ebenfalls verließ, bei German Shepherd an. Doch auch bei German Shepherd hatte er weiterhin engen Kontakt mit Eko Fresh und beteiligte sich an dessen unveröffentlichten Mixtape Fick deine Story, welches eine Antwort auf das von Kool Savas und Optik Records veröffentlichte Mixtape John Bello Story war. Auf dem später erschienenen Mixtape Fick immer noch deine Story war SDiddy auf den Liedern Jetzt gibt's Streit und Aus dem Weg mit von der Partie. Nach kurzer Zeit verließ er dann German Shepherd und wechselte zu German Dream.

German Dream Bearbeiten

Bei German Dream beteiligte er sich an verschiedenen Alben der Künstler, die bei dem Label unter Vertrag standen, arbeitete nebenbei aber auch in einem Umzugsunternehmen. 2007 hatte er einen Unfall und stürzte sieben Meter in die Tiefe, in deren Folge er sich sein Knie und sein Becken brach. Während dieser Zeit begann er dann, motiviert von seinem Unfall und dem Wunsch, sein Leben zu verändern, Texte für sein erstes Studioalbum zu schreiben, welches dann am 11. Januar 2008 auf den Markt kam und dessen Titel 21 Gramm hieß. Das Album wurde von Kritikern, obwohl es keinen Einstieg in die Media-Control-Charts schaffen konnte, positiv aufgenommen. Gelobt wurde vor allem SDiddys Wortwitz und seine innovative Art zu rappen.[1] So wurde ihm eine große Zukunft prophezeit, beispielsweise wurde er unter anderem als "Der deutsche Eminem" bezeichnet.

Karriereende 2008 und Ankündigung einer neuen EP 2010 Bearbeiten

Nach seinem Debütalbum, welches überwiegend positiv aufgenommen wurde, wurde es überraschend ruhig um SDiddy und er trat immer seltener in Erscheinung. Schließlich gab er 2008 über das German Dream-Forum sein Karriereende bekannt. Als Begründung gab er lediglich an, dass ein "neuer Abschnitt" in seinem Leben beginne und ihm der Schritt, seine Karriere zu beenden, nicht leicht gefallen sei.[2]

Anfang 2010 meldete er sich jedoch wieder zu Wort und gab seinen Rücktritt vom Rücktritt bekannt. Über seinen Blog in MySpace teilte er mit, dass er von einem neuen Management betreut werde und er an einer neuen EP arbeite, die die Fortsetzung seiner zweiten EP Dirrrty sein soll.[3] Allerdings gab es seitdem keine Neuigkeiten mehr über SDiddy, die EP erschien bis heute nicht.

Bedeutung des Pseudonyms Bearbeiten

Über die Bedeutung der ersten beiden Buchstaben seines Pseudonyms gab es immer wieder verschiedene Angaben, auch von SDiddy selbst. Eine eindeutige Stellungnahme gab es dazu bisher nicht. Am wahrscheinlichsten suchte er sich den Pseudonym aus, weil die Buchstaben SD für die Anfangsbuchstaben seines Vor- und Nachnamens (Stefan Duschl) stehen.

Zu Beginn seiner Karriere nannte er sich SD, später benutzte er immer öfter den Namen SDiddy, bis die Namensänderung auf seinem ersten Studioalbum offiziell vollzogen wurde. Trotz der offiziellen Umbenennung wird er oft noch SD genannt.

Diskografie Bearbeiten

Studioalben Bearbeiten

  • 21 Gramm (2008)

EPs Bearbeiten

  • Wie es geht / Oh (2003)
  • Dirrrty (2004)

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